Nikolai Ott neuer Kirchenmusiker im Praktikum

Nikolai Ott

Voraussetzung für eine Anstellung auf einer hauptberuflichen Kirchenmusikstelle ist in der württembergischen Landeskirche ein einjähriges Praktikum – vergleichbar mit dem Vikariat bei Pfarrern – oder der Nachweis einer mindestens fünfjährigen Berufstätigkeit als hauptberuflicher Kirchenmusiker. Der Oberkirchenrat in Stuttgart richtet im Benehmen mit dem Kuratorium des Amtes für Kirchenmusik Praktikumsstellen ein. Für die Dauer des Praktikums schließt der mit dem Praktikanten einen Ausbildungsvertrag ab. Der in der Regel frisch diplomierte Kirchenmusiker macht seinen Dienst ein ganzes Kirchenjahr lang unter der Anleitung eines Bezirkskantors und macht grundsätzlich das Gleiche wie er: Orgeldienste übernehmen, Chöre, Kinderchöre und Orchester leiten, Unterrichten, an Sitzungen teilnehmen, Konzerte organisieren und durchführen, an der Finanzplanung der Kirchenmusik mitwirken, bei Visitationen, Chortagen und Bezirksfortbildungen mitarbeiten – und in Leonberg zusätzlich das Orgelneubauprojekt der Stadtkirche Mitbetreuen.

Von den über fünfzig Bezirkskantoraten der Landeskirche sind bei ca. 5-7 Praktikantenstellen eingerichtet. Es ist eine große Auszeichnung und ein ebensolcher Vertrauensbeweis seitens des Landeskirchenmusikdirektors, dass das Leonberger Bezirkskantorat ab Oktober auch eine solche Praktikantenstelle haben wird. Ich freue mich sehr, dass mit Nikolai Ott für ein Jahr ein Kollege in Leonberg und im Kirchenbezirk mitarbeitet, der nach seinem Studium bereits viel Erfahrung auf verschiedenen Ebenen der Kirchenmusik gemacht hat – er stellt sich in einem eigenen Artikel vor.